Messa di Gloria

Akademische Abschlussarbeiten sind normalerweise nicht besonders spannend für die Allgemeinheit. Aber es gibt Ausnahmen: als Teil seiner Ausbildung am Istituto Musicale seiner Heimatstadt Lucca schrieb der zwanzigjährige Giacomo Puccini ein umfangreiches Gloria. In den kommenden zwei Jahren komponierte er noch die übrigen Teile des Messordinariums, so dass die „Messa di Gloria“ zu seinem Studienabschluss in Lucca mit großem Erfolg uraufgeführt werden konnte.

Trotz dieses Erfolgs wurde das Gesamtwerk erst nach Puccinis Tod 1951 veröffentlicht und 1952 zum ersten Mal wieder aufgeführt. Die Messa di Gloria klingt nicht nur stellenweise nach italienischer Oper. Puccini hat Teile der Messe später auch in seinen Opern wiederverwendet.

Das RKO führt dieses außergewöhnliche Werk in Kooperation mit dem Reutlinger Kammerchor, dem Lehrerchor Reutlingen-Tübingen und dem Chor der Johanneskirche Sindelfingen gleich zweimal auf: am Samstag, 18. Mai 2019 in der Johanneskirche in Sindelfingen und am Sonntag, 19. Mail 2019 in der Marienkirche in Reutlingen.