Unsere Solistinnen im Frühjahr 2017

Gabriele Keller erhielt ihren ersten Flötenunterricht bei Wilm Coolen (Staatstheater Karlsruhe). Nach dem Studium Künstlerische Ausbildung an der Musikhochschule Frankfurt am Main bei Vladislav Brunner (RSO Frankfurt) war sie Flötistin bei der Philharmonie Baden-Baden und am Musical Stuttgart. Sie belegte zahlreiche Meisterkurse, u.a. bei Prof. Jean-Claude Gérard, Prof. Renate Greiss-Armin, Prof. Robert Aitken und Prof. Gaby Pas-van Riet. Als Solistin konzertierte sie mit der Philharmonie Baden-Baden, dem Pforzheimer Kammerorchester, den Bosch Streichersolisten und dem Filharmonischen Kammerorchester. Neben ihrer Tätigkeit als freischaffende Flötistin ist sie Mitglied der Süddeutschen Kammersolisten sowie des Domus-Quintetts.

Svenja Bleyer begann mit acht Jahren ihre Ausbildung an der Harfe am Badischen Konservatorium bei Marion Navarro. Unter ihrer Anleitung nahm sie schon bald an Wettbewerben teil und sammelte kammermusikalische Erfahrungen. Sie ist u.a. mehrfache Bundespreisträgerin des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ und ehemalige Stipendiatin der Hochbegabtenförderung der Stadt Karlsruhe. Im Februar schloss sie ihr Bachelor-Studium bei Prof. Maria Stange und Toby Southcott in Stuttgart ab und spezialisiert sich nun im Master Neue Musik auf die Harfenliteratur des 20. Jahrhunderts. Die Danses sacrée et profane von Debussy gehören zu ihren Lieblingswerken.

Carl Reinecke …

… dessen Ballade op. 288 für Flöte und Orchester das RKO in seinem nächsten Konzert am 8. April 2017 zu Gehör bringen wird, wurde 1824 im damals noch dänischen Altona geboren. Schon mit 12 Jahren debütierte er als Pianist, unternahm in der Folge Konzertreisen durch ganz Europa  und galt als „graziöser Mozartspieler“.

Noch heute kann man hören, wie Carl Reinecke Mozart gespielt hat. Das ist möglich dank der Welte Mignon Reproduktionsklaviere, die sich Anfang des 20. Jahrhunderts großer Beliebtheit erfreut haben. Bei diesem Aufzeichnungsverfahren wird die Spielweise des Pianisten sehr authentisch durch Löcher in einer Papierrolle aufgezeichnet. Leider sind alle Aufzeichnungsgeräte im Bombenhagel des zweiten Weltkriegs verbrannt. Aber viele Papierrollen und Klaviere, auf denen sie abgespielt werden können, gibt es heute noch. Und so kann man sich zum Beispiel den langsamen Satz aus Mozarts „Krönungskonzert“ KV 537 in der Bearbeitung und Interpretation von Carl Reinecke aus dem Jahr 1905 anhören.

 

RKO probt für sein Frühjahrskonzert

Am Samstag, 8. April 2017 findet das nächste Konzert des RKO in der Reutlinger Kreuzkirche statt. Auf dem Programm stehen zwei Ouvertüren und drei Konzerte – eins für Flöte, eins für Harfe und eins für Flöte und Harfe.

Man darf gespannt sein auf diese aparte Kombination