Zu früh gefreut …

Die Corona-Infektionszahlen und vor allem die Belegungszahlen der Intensivstationen steigen in schwindelerregende Höhen. Die Landesregierung fordert die Bürgerinnen und Bürger auf, Sozialkontakte so weit wie möglich zu reduzieren. Deshalb haben sich die Musikerinnen und Musiker des Reutlinger Kammerorchesters gemeinsam mit unserem Dirigenten Robert Wieland und unserem Solisten Michael Kuhn schweren Herzens entschieden, das für den 27. November 2021 geplante Konzert zu verschieben. Wenn die Lage für die Musizierenden und für das Publikum wieder entspannter ist, werden wir das geplante Progamm präsentieren. Wir werden uns dann auf jeden Fall rechtzeitig melden.

Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund!

Es geht wieder los …

Zwei Jahre ist es her, dass das Reutlinger Kammerorchester konzertieren konnte. Jetzt sind wir endlich wieder zu hören. Zum traditionellen Termin am Samstag vor dem ersten Advent spielt das RKO in der Reutlinger Kreuzkirche. Wir freuen uns, Sie und Euch alle wiederzusehen.

Aber die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei – es gilt die am Tag des Konzerts gültige Corona-Verordnung des Landes. Wir bitten um Beachtung.

Moritz Moszkowski …

… oder auch Maurice Moszkowski wurde 1854 in Breslau geboren. Zu seinen Lebzeiten war er ein gefeierter Pianist und Komponist. Mitte der 1880er Jahre musste Moszkowski wegen eines Nervenleidens seine Auftritte als Pianist reduzieren. 1887 konnte er etliche seiner Orchesterwerke in London aufführen und wurde Ehrenmitglied in der Royal Philharmonic Society. Berühmt und wohlhabend geworden, ließ sich Moszkowski 1897 in Paris nieder.

Moritz Moszkowski (1854-1925)

Ein Jahr später, 1898, schrieb er sein zweites Klavierkonzert in E-Dur, op. 59, das das Reutlinger Kammerorchester unter der Leitung von Robert Wieland mit Michael Kuhn als Solisten am Samstag vor dem 1. Advent (27. November 2021) in der Reutlinger Kreuzkirche aufführen wird.

Nach der Jahrhundertwende gerieten Moszkowski und seine Werke zunehmend in Vergessenheit – zu Unrecht wie wir finden. Er blieb in Paris und verstarb 1925 völlig verarmt, weil er während des Ersten Weltkriegs sein gesamtes Vermögen in deutsche und österreichische Kriegsanleihen investiert hatte.

Das RKO probt wieder!

Die niedrigen Inzidenzen machen es möglich: seit den Pfingstferien darf das Reutlinger Kammerorchester wieder proben. Und das mit einem konkreten Ziel: zum traditionellen Termin, am Samstag vor dem ersten Advent (27. November 2021) soll es wieder ein Konzert in der Reutlinger Kreuzkirche geben. Auf dem Programm stehen dann Beethovens 1. Sinfonie und das Klavierkonzert op. 59 von Maurice Moszkowski mit Michael Kuhn als Solisten. Die Leitung hat Robert Wieland.

Zwangspause

Das Reutlinger Kammerorchester ist natürlich auch von den aktuellen Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie betroffen. Derzeit können wir weder proben noch auftreten. Das bedauern wir alle natürlich sehr, aber natürlich geht der Infektionsschutz vor.

Wir hoffen sehr, dass sich die Lage bald wieder etwas entspannt und wir wieder gemeinsam musizieren können. Wir halten Sie selbstverständlich auf dem Laufenden über die aktuellen Entwicklungen.

Bleiben Sie gesund!

Alle Jahre wieder …

… läutet das Reutlinger Kammerorchester die Adventszeit mit einem Konzert am Vorabend des ersten Adventssonntags ein. Und wie schon beim Herbstkonzert im letzten Jahr wird Eva Schall die Solistin des Abends sein. Sie wird gemeinsam mit dem Orchester das Violinkonzert von Johannes Brahms zu Gehör bringen. Davor bietet das Orchester mit Beethovens achter Sinfonie einen schwungvollen Ausblick auf das Beethovenjahr 2020.

Messa di Gloria

Akademische Abschlussarbeiten sind normalerweise nicht besonders spannend für die Allgemeinheit. Aber es gibt Ausnahmen: als Teil seiner Ausbildung am Istituto Musicale seiner Heimatstadt Lucca schrieb der zwanzigjährige Giacomo Puccini ein umfangreiches Gloria. In den kommenden zwei Jahren komponierte er noch die übrigen Teile des Messordinariums, so dass die „Messa di Gloria“ zu seinem Studienabschluss in Lucca mit großem Erfolg uraufgeführt werden konnte.

Trotz dieses Erfolgs wurde das Gesamtwerk erst nach Puccinis Tod 1951 veröffentlicht und 1952 zum ersten Mal wieder aufgeführt. Die Messa di Gloria klingt nicht nur stellenweise nach italienischer Oper. Puccini hat Teile der Messe später auch in seinen Opern wiederverwendet.

Das RKO führt dieses außergewöhnliche Werk in Kooperation mit dem Reutlinger Kammerchor, dem Lehrerchor Reutlingen-Tübingen und dem Chor der Johanneskirche Sindelfingen gleich zweimal auf: am Samstag, 18. Mai 2019 in der Johanneskirche in Sindelfingen und am Sonntag, 19. Mail 2019 in der Marienkirche in Reutlingen.